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Sehenswertes: Burgen & Schlösser, Kirchen & Kapellen
Latsch:Pfarrkirche Zu den Heiligen Petrus und Paulus - Hauptstraße
Stammt aus dem 12. Jahrhundert und enthält Stilelemente aus der Romanik bis zur Neugotik. Das Hauptportal in weißem Marmor wurde 1524 von Oswald Furter geschaffen. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich, aus dem Jahre 1350, ein Grabstein aus rotem Sandstein. Der Grabstein aus weißem Marmor, der kleine Holzaltar und die Statuen der Hl. Anna und des Hl. Josef sind Werke des Meisters Gregor Schwenzengast aus Latsch. Die großen Vesperbilder im Altarraum (18. Jahrhundert) sind Werke des Simon Ybertrachter aus Naturns. Öffnungszeiten: die Kirche ist geöffnet.
Führungen: Jeden Montag ab 18. April bis 24. Oktober 2011
Treffpunkt: 15.30 Uhr im Tourismusbüro Latsch. (Ostern u. Pfingsten jeweils samstags um 10.00 Uhr) Teilnahmegebühr: 5,00 €/Person
Kirche Unsere Liebe Frau auf dem Bichl (Bichlkirche) - Bühelgasse
Enthält Bauelemente von der Romanik bis zum Barock und wurde 1020 erstmals geweiht. 1992 Fundstätte des „Menhirs“. Dieser rund 5000 Jahre alte Zeichenstein aus Marmor und aus dem Übergang von der Stein- zur Bronzezeit, wurde bei der Restaurierung dieser Kirche unter der hölzernen Altarmensa entdeckt. Interessantes Westportal mit päpstlicher Tiara. Die Seitenkapelle mit Kuppel und Laterne wurde um 1680 angebaut.Öffnungszeiten und Führungen während dem Kulturellen Dorfrundgang, jeden Montag ab 18.04. bis 24.10.2011
Treffpunkt: 15.30 Uhr im Tourismusbüro Latsch (Ostern und Pfingsten jeweils samstags um 10.00 Uhr) Teilnahmegebühr: 5,00 €/Person
Spitalkirche zum Heiligen Geist - Hauptstraße
Eine Stiftung des Heinrich von Annenberg. 1470-1520 zu einem einheitlichen gotischen Bau verschmolzen. Der Flügelaltar des schwäbischen Meisters Jörg Lederer (1524) trägt an der Rückseite meisterliche Malereien, wahrscheinlich von Hans-Leonhard Schäuffelin. Das gotische Portal in weißem Marmor ist ein Werk des Oswald Furter; die Freskenzyklen (Jüngstes Gericht, Werke der Barmherzigkeit, Pfingstwunder, Brotvermehrung u.s.w.) aus der 1. Dekade des 17. Jahrhunderts stammen von Adrian Mair, auch er gebürtig aus Latsch. Barocke Seitenaltäre und Orgel von 1741.Öffnungszeiten: ab 18.04. bis 12.11.2011, Montag bis Samstag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Führungen während dem Kulturellen Rundgang, jeden Montag ab 18.04. bis 24.10.2011 Treffpunkt: 15.30 Uhr im Tourismusbüro Latsch (Ostern und Pfingsten jeweils samstags um 10.00 Uhr) Teilnahmegebühr: 5,00 €/Person
Nikolauskirche - Hauptstraße*
Im romanischen Stil aus dem 14. Jahrhundert; war früher im Besitz des Klosters von Latsch (heute Eigentum der Gemeinde Latsch). An der Südfront Freskenreste (Kreuzigung, Hl. Nikolaus und Hl. Christophorus)Die Kirche kann nicht besichtigt werden.
Kapelle Zur Schmerzhaften Muttergottes an der Brücke - Hauptstraße
Barocke Kapelle an der östlichen Ortseinfahrt. Der einfache Bau mit Kuppel und Laterne wurde 1713 erbaut. Die Kapelle ist im Sommer geöffnet.Denkmal Hans der Sager - Kreuzung Hauptstraße/Bahnhofstraße
Hans der Sager ist wohl der einzige urkundlich nachweisbare Minnesänger aus dem Vinschgau, der die Worte und auch die Weisen zu den meisten seiner vorgetragenen Lieder selbst erdacht hat (sagen - singen - Sänger). Er hielt sich viel am Hofe der Grafen von Annenberg auf; diese scheinen seine Förderer und Mezäne gewesen zu sein. Urkundlich wurde Hans der Sager zwischen 1326 und 1338 sechsmal erwähnt. Einmal fungierte er in der Burg Latsch (zu Laetsch) als Zeuge bei einem Kaufe von einer „Hofstatt samt Garten. Bei dieser Gelegenheit bezeichnete sich Hans der Sager ausdrücklich als Latscher. Hans der Sager hatte auch einen Sohn, der unter den Namen Ulrich von Hagenach bekannt war. Kriegerdenkmal mit Marmoradler - Kreuzung Hauptstraße/Seilbahnweg
Erinnert an die Tiroler Freiheitskämpfe des Jahres 1809.Denkmal Kaiser Franz-Josef - Hauptstraße
Auf Betreiben des Freundeskreises der k.u.k. österreichisch-ungarischen Monarchie, Ortsgruppe Latsch, ist im Jahre 1994 das 1908 errichtete und unter mysteriösen Umständen 1919 verschwundene Denkmal aus Laaser Marmor, durch eine wertvolle Bronzebüste aus Prag ersetzt worden. Das Denkmal erinnert an das 60-jährge Regierungsjubiläum des vorletzten österreichisch-ungarischen Kaisers, Franz-Josef I. von Habsburg-Lothringen.Burg Latsch - Bahnhofstraße
Aus dem 13. Jahrhundert und war Stammsitz der Herren von Annenberg (einzige Wasserburg im Vinschgau). 1770 brannte die Burg völlig ab; der Turmtrakt wurde 1842 erneuert.Kann nicht besichtigt werden (Privatbesitz)
Ansitz Mühlrain (Rotes Schloss) - Hauptstraße
Wurde 1580 vom Grafen Kleinhans in die heutige Form gebracht und ist mit Fresken im Innern und Rötelzeichnungen an der Außenfront versehen. Die barocke Kapelle St. Anna (spanischer Einfluss) entstand im 17. Jahrhundert. Über deren Portal thront die sogenannte Wessobrunner Madonna im Rosenkranz von Gregor Schwenzengast. Kleinhans war Feldhauptmann in Spanien. Kann nicht besichtigt werden (Privatbesitz)
Goldrain:
Schloss Goldrain - Schlossstraße
Stammt aus dem 11. Jahrhundert. Der Renaissanceteil stammt von den Grafen Hendl Jahrhundert). Es ist heute im Besitz der Gemeinde Latsch und Kulturzentrum der westlichen Landeshälfte.Rundgang im Bildungshaus Schloss Goldrain jeden DONNERSTAG ab 21.04. bis 27.10.2011
Treffpunkt: 16.00 Uhr im Schlosshof
Dauer: ca. 1,5 Std.
Mindestteilnehmer: 6 Personen
Teilnahmegebühr: 5,00 € Erwachsene; Kinder 6-15 J. 2,50 €
Inklusiv: Kurze Dia-Show (das Schloss im Bild), Schlossrundgang, Verkostung von Schlosswein, Natursäften und Latscher Schüttelbrot.
Anmeldung: Tourismusbüro Latsch 0473 623109
Besichtigung Crystal-Turm (kostenlos): geöffnet donnerstags ab 21.04. bis 27.10.2011 von 16.00 bis 18.00 Uhr. Besichtigen Sie auch das Zentrum für Wohlbefinden, Schönheit und Sinnlichkeit im Crystal-Turm von Schloss Goldrain (Kristalle, Mineralien, Heilsteine, Edelstein-Schmuck, Edelstein-Öle).
Schloss Annenberg - Töniegg
Aus dem 13.Jahrhundert, mit gotischer Kapelle aus dem 15. Jahrhundert. War im Besitz der Herren von Matsch (Chorstuhl und Altar befinden sich im Landesmuseum in Innsbruck). Später ging das Schloss in den Besitz der Grafen von Annenberg über. Keine Besichtigung (Privatbesitz) Pfarrkirche zum Hl. Luzius - Tiss
Erhielt 1491 seine einheitliche gotische Bauform (mehrere gotische Wandgemälde u.a. Christophorus an der Südseite; Marmorgrabstein des Landeshauptmannes Franz Hendl, der den Verstorbenen kniend in voller Rüstung zeigt). Geöffnet sonntags von 9.00 bis 10.30 UhrKapelle Sankt Anna in Schanzen - Schanzenstraße
Erbaut in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts; enthält einen spätgotischen Flügelaltar. Der Schlüssel ist in der gegenüberliegenden Obermoosburg erhältlich. Morter:
Pfarrkirche zum Hl. Dionys - Nibelungenstraße
Im gotischen Baustil (1479 geweiht). Fresken des Malers Adrian Mair aus Latsch (17. Jahrhundert). Die Kirche ist geöffnet.Vigiliuskirche - Vigiliusstraße
Im romanischen Baustil (3. Apsis); Weihinschrift aus dem Jahr 1080. Öffnungszeiten: ganzjährig; Besichtigung nach telefonischer Vereinbarung 0473 742332 mit Familie Haringer Leo, Morter, Platzergasse 30 (Schlüssel).Eintritt: freiwillige Spende (Spende für den Verein „Ärzte ohne Grenzen“)
Burgkapelle Sankt Stephan - Obermontani
Gehört zu den sehenswertesten Kirchen Südtirols. Enthält Fresken aus dem 15. Jahrhundert der lombardischen, niederländischen und bayrischen Schule (u.a. an der Nordwand Zyklus in 12 Bildern der Legende des Hl. Stephan, die Ostwand zeigt die Ursula-Legende. An der Südwand Jagdszenen mit St. Hubertus. An der Westseite eindrucksvolle Kompositionen des Jüngsten Gerichtes).Öffnungszeiten: 16. April bis 31. Oktober 2011
Dienstag und Samstag: 15.00 - 18.00 Uhr
Führungen (mit Anmeldung) unter +39 347 508 37 40 oder angela.weber5@freenet.de
Burg Obermontani
1228 errichtet von Albert II. von Tirol als Trutzburg gegen die Churer Bischöfe. Fundort einer Original-Handschrift des Nibelungenliedes aus dem Jahre 1323. Heute wird das Unikat als Nibelungen-Handschrift Codex I in der Berliner Staatsbibliothek verwahrt.Burg Untermontani (Ruine)
Im 14. Jahrhundert im Besitz der Annenberger. Besitzt noch interessante Details wie Zugbrückenanlage, das Tor, einen kleinen Zwinger.Tarsch
Pfarrkirche zum Hl. Michael - Obermühlweg
Wurde erstmals 1214 erwähnt. Romanische Fresken und bedeutende Figuren sowie Altarschmuck aus mehreren Stilepochen machen die Kirche sehenswert. Die Kirche ist nur während der Hl. Messe geöffnetSt. Karpophoruskirche - Karpophorusstraße
Diese Kirche wurde 1214 von Kaiser Friedrich I dem Deutschen Orden geschenkt. Im Innenraum befindet sich ein Karpophorusbild von Simon Ybertrachter (1743). Der romanische Turm zählt zu den schönsten Denkmälern Vinschgauer Romanik. Besichtigung auf Anfrage (bei Tischlerei Ernst Pohl, Tel. 0473 622 398 oder 333-59 27 391) ab 14.04. bis 15.09.2011 jeden Donnerstag von 13.30 bis 14.30 Uhr. Eintritt: 2,00 €Kirchlein St. Medardus - St. Medardusstraße
Das Kirchlein St. Medardus, von den Einheimischen auch „Sommadorn“ genannt, wurde über einem prähistorischen Quellheiligtum erbaut. Diese Quelle, welche sich ursprünglichunterirdisch vom Altar durch das Kirchenschiff zog, wurde beim Stollenbau für den Zufritt-Stausee beschädigt, was das Versiegen der Quelle zur Folge hatte. Bemerkenswert ist die mit Steinplatten bedeckte Apsis, der romanische Turm mit Rundbogenfries und Rundbogenfenster. Über dem Seitenportal Reste einer romanischen Kreuzigungsgruppe aus dem 13. Jahrhundert.
Kann nicht besichtigt werden (Privatbesitz)
St. Martin im Kofel:
Wallfahrtskirche zum Hl. Martin (1740 m)
Die Kirche wurde 1510 erwähnt. Uralter Wallfahrtsort der Bauern. Die Kirche ist ab Ostern bis Mitte November geöffnet.Kapelle St. Sebastian in Platz - Platz-St.Martin
Die Kapelle mit Fassadenglockenmauer aus dem 16. Jahrhundert wurde 1603 geweiht. Die Kapelle ist geöffnet.Menhir
Der 5000 Jahre alte Kultstein, welcher 1992 in der Kirche „Unsere Liebe Frau auf dem Bichl“ gefunden wurde ist zu folgenden Öffnungszeiten zu besichtigen.Öffnungszeiten und Führungen während dem Kulturellen Dorfrundgang, jeden Montag ab 18.04. bis 24.10.2011
Treffpunkt: 15.30 Uhr im Tourismusbüro Latsch (Ostern und Pfingsten jeweils samstags um 10.00 Uhr) Teilnahmegebühr: 5,00 €/Person
Schalensteine
In der Gemeinde Latsch befinden sich Schalensteine (Kultsteine aus vorchristlicher Zeit) auf dem Wanderweg Nr. 8, Richtung Platz-St.Martin. Martell
Nationalparkhaus „culturamartell“, - Trattla 246
Tel. 0473 745 027 - www.culturamartell.comIm Mittelpunkt der Ausstellung steht die bäuerliche Kultur und Kulturlandschaft. Die seit Jahrhunderten bestehenden Verknüpfungen zwischen Mensch und Natur werden auf vier Stockwerken ausreichend präsentiert. Bilder, Ausstellungsgegenstände und Erzählungen von Zeitzeugen auf Band schildern in einer lebendigen Art und Weise das Bauernleben im Martelltal.
Öffnungszeiten Nationalparkhaus „culturamartell“: 19. April - 30. April 2011, 24. Mai - 30. Oktober 2011 Di-Fr: 09.00 - 12.00 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag: 14.30 - 18.00 Uhr
Pfarrkirche Zur Hl. Walburga
Martell war in vorromanischer Zeit nur temporär besiedelt und zwar von den Almgebieten des Vinschgaus her. Es existiert eine Legende, dass die erste Seelsorge vom „Klösterle“ aus (oberhalb Zufall auf 2489 m) erfolgt sei. Nach der Entstehung der Dauersiedlungen auf den Murbruch-Flächen (=Martell) soll bereits um 1203 eine Kapelle zu Hl. Walburga bestanden haben. Die ursprüngliche Kirche war romanisch mit Chorturm und abgesetzter Rundapsis. Dort waren (jetzt verfallene) Evangelistensymbole und Heilige dargestellt, etwa aus der Zeit der Kirchweihe um 1440. Das übermahlte Christophorusbild an der Turmaußenwand trug die Jahreszahl 1557 in gotischer Schrift. Um 1650 wurde die Kirche vergrößert, wobei das alte Presbyterium abgetrennt, das bisherige Schiff zum Chor gemacht und dafür ein neues gebaut wurde. Um 1759 wurde es um ein weiteres Joch verlängert. Im gleichen Jahre signierte der K.K. Kammermaler Adam Mölckh das barocke Deckengemälde im Langhaus, das den Abschied von Walburga aus dem weltlichen Leben, Johannes von Nepomuk, Ignatius und in den Zwickeln die Evangelisten darstellt. Der neuromanische Altar wurde 1887 fertig gestellt. das zentrale Bild stellt die Patronin Walburga dar; die Statuen Josef und Anna, Petrus und Paulus, Martin und Nikolaus, Franziskus und Antonius, Aloisius und Katharina ergänzen die Gruppe. Die Kirche ist geöffnet.Kapelle St. Maria in der Schmelz
(Wallfahrtskirche Unsere liebe Frau im Walde)Schon 1448 wird in der Nähe ein Bergwerk erwähnt. Die Kapelle wurde 1711 vom Grafen Hendl für seine Knappen erbaut, der Turm im Jahre 1856. Die ersten Glocken (Silberglöcklein!) sollen von den Knappen gegossen worden sein. Im Hungerjahr 1816 mussten sie verkauft werden. 1839 stiftete die Gemeinde zwei neue Glocken. Bis nach dem zweiten Weltkrieg zog die Marteller Bevölkerung am Patroziniumtag Maria Heimsuchung (am 2. Juli), im Kreuzgang vom Dorf bis zum Schmelzer Kirchlein. Heute wird am 1. Sonntag im Juli das Patrozinium mit einem feierlichen Gottesdienst in St. Maria in der Schmelz gefeiert. Die Kirche ist geöffnet.

























